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Dienstag 24.10.2017
 
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Businessplan-Wettbewerb 1996/1997 München-Berlin

Vorbild USA belegt Dynamik einer neuen Gründerkultur

München, 17. Juni 1997. Die Schaffung neuer Arbeitsplätze durch die Förderung innovativer Unternehmensgründer - eines der Ziele der Businessplan-Wettbewerbe Berlin und München. Daß es verwirklicht werden kann, zeigen die Ergebnisse des Wettbewerbs, bei dem durchweg Gründungskonzepte aus dem hochinnovativen Bereich wie Software, Maschinenbau/Bauindustrie und Biotechnologie/Medizintechnik eingereicht wurden. Erste Erfolge haben sich schon eingestellt: Sowohl in Berlin als auch in München haben Teilnehmer bereits jetzt mit ihrer Idee Unternehmen gegründet.

In Deutschland fehlt es jedoch bislang an wachstumsstarken, technologie- basierten Unternehmensgründungen, so die Diagnose der Unternehmens- beratung McKinsey & Company, Inc, Initiator des Businessplan-Wettbewerbes. Die Generierung eines geeigneten Umfelds für hochinnovative Unternehmen wird deshalb als ein wichtiges Element in der Diskussion "Verbesserung Standort Deutschland" gesehen. Hier zeigt sich ein starker Multiplikatoreffekt: erfolgreiche High-Tech Gründungen können in acht bis zehn Jahren 150 und mehr Arbeitsplätze schaffen.

Bisher scheiterten innovative Erfindungen oftmals an der Umsetzung. Zum Beispiel wurden Walkman und auch Video in Deutschland erfunden, jedoch durch Japan erfolgreich vermarktet. Dies liegt nach Ansicht von McKinsey unter anderem an fehlenden regionalen Gründungsnetzwerken und der fehlenden Gründungsdynamik aus dem Hochschul- und Forschungsumfeld. Der Businessplan-Wettbewerb ist ein geeigneter Ansatz, um derartige Defizite auszugleichen. Junge innovative Ideenträger werden im Rahmen des Wettbewerbs bei der Gründung oder Unternehmensexpansion unterstützt und erhalten direkt Kontakt zu Risikokapitalgebern.


Vorbild in den USA: Das Massachusetts Institute of Technolgy

Den Erfolg durch dauerhaftes Engagement machen den Deutschen schon seit Jahrzehnten die Amerikaner vor. Neuste Zahlen der Business Week belegen, daß die jungen, innovativen Unternehmen in den USA (Top 100 oder shooting stars) seit 1994 den Umsatz um durchschnittlich 57,2 Prozent im Jahr, ihren Gewinn um 133 Prozent gesteigert haben. Traditionelle amerikanische Großunternehmen konnten dagegen im Vergleichszeitraum nur 8,21 Prozent im Umsatz und 22,38 Prozent im Gewinn pro Jahr wachsen.

Die USA haben seit längerem die Bedeutung einer neuen Unternehmens- kultur und der daraus erwachsenden wirtschaftlichen Impulse erkannt. So fordern amerikanische Hochschulen gezielt den Unternehmergeist von Studenten. An über 300 Colleges lehren Professoren das Fach "Entrepreneurship". Leuchtendes Beispiel für die Initiativen von Hochschulen ist das Massachusetts Institute of Technology (MIT). Eine brandneue Studie der BostonBank belegt die Dynamik der aus der Hochschule heraus und von Absolventen gegründeten Unternehmen und deren Bedeutung für den Staat und die ganze USA. So haben Absolventen des MIT mittlerweile rund 4.000 Firmen mit über 8.500 Produktionsanlagen und Büros in den USA gegründet, in denen 1994 rund 1,1 Millionen Beschäftigte tätig waren und die einen jährlichen Umsatz von 232 Milliarden US-Dollar erwirtschaften. Würden diese Firmen und das durch sie erzeugte Vermögen eine unabhängige Nation bilden, wäre dies die Nation mit der 24-größten Wirtschaft der Welt, so die Studie. Allein seit 1990 wurden 150 neue Firmen durch MIT-Absolventen und -Mitarbeitern gegründet. In der Regel sind dies hochspezialisierte Unternehmen, die häufig forschrittliche und neue Technologien repräsentieren, ihre Produkte oder Dienstleistungen außerhalb des Staates beziehungsweise auf dem Weltmarkt verkaufen und zum Beispiel in den Bereichen Biotechnologie, Software, Sprachsysteme, Videokonferenzen, Leitsysteme etc. zu den Marktführern gehören.

Positive Auswirkungen hat dies vor allem auf die Region selbst. Zwar profitieren auch andere Staaten als Standorte von Firmen der MIT-Absolventen, aber allein in Massachusetts gibt es 1.065 von ehemaligen MIT-Studenten gegründete Unternehmen. In ihnen arbeiten fünf Prozent aller im Staat Massachusetts Beschäftigten, 125.000 Menschen. Zusätzlich belegt die Analyse der BostonBank die positive Rolle dieser Firmen bei dem schnellen Strukturwandel in der Bostoner Region.
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