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Dienstag 22.08.2017
 
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Presseinformation
Pressemitteilung - StartUp'97 - Bundesprämierung am 29. April 1998

Bundespräsident Herzog prämierte StartUp-Sieger

Leipzig, 29. April. Die Unternehmen "AeroLas GmbH" aus Unterhaching bei München und "BIOPURE Medizinprodukte GmbH" aus Rostock sind die Bundessieger des StartUp Gründungswettbewerbs 1997. Bundespräsident Roman Herzog, Schirmherr des Wettbewerbs, gratulierte den beiden Gründungsteams zu dem mit jeweils 100.000 Mark dotierten Preis auf dem Deutschen Sparkassentag in Leipzig. Insgesamt wurden elf junge Unternehmen ausgezeichnet. Dabei wurden die Plätze eins und zehn jeweils zweimal vergeben. Die Bundessieger der Plätze eins bis fünf erhalten Prämien von zusammen 380.000 Mark und eine individuelle Betreuung von McKinsey im ersten Unternehmerjahr.

Der mit 70.000 Mark dotierte dritte Platz ging in dem vom Stern, den Sparkassen und McKinsey & Company durchgeführten Wettbewerb an "Laserline GmbH" aus Koblenz. Platz vier und damit 60.000 Mark erreichte das Berliner Unternehmen "DSPecialists GmbH", fünfter Bundessieger (50.000 Mark) wurde "ORCA Engineering GmbH" aus Bremerhaven. Die Bundesbesten auf den Plätzen sechs bis zehn wurden mit Prämien von jeweils 10.000 Mark ausgezeichnet.

Bundespräsident Roman Herzog zeigte sich vom Erfolg des Wettbewerbs beeindruckt: Dazu habe die gute Partnerschaft zwischen Sparkassen, Stern und McKinsey beigetragen. "Der StartUp Wettbwerb bringt unsere Talente zutage", sagte Herzog. Er sei in den letzten Monaten oft gefragt worden, wo denn der von ihm angemahnte Ruck in der Gesellschaft bleibe. Herzog: "Heute wird er an einer ganz zentralen Stelle sichtbar."

"Bereits in seinem ersten Ausschreibungsjahr hat der Gründungswettbewerb mehr als 2.100 Gründer bundesweit mobilisieren können, ihren Geschäftsplan bei StartUp einzureichen", sagte der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, Horst Köhler. "Wirschaftliche Dynamik braucht Menschen mit Ideen und Risikobereitschaft, aber auch Unterstützung und Hilfe für diejenigen, die den Schritt in die Selbständigkeit wagen wollen." StartUp sei ein Wettbewerb, der die Teilnehmer dazu anhalte, sich intensiv und systematisch mit den Chancen und Risiken einer Gründung auseinanderzusetzen. "So wollen wir mit StartUp die Chancen für erfolgreiche Gründungen verbessern und die Risiken mildern", erklärte Köhler die Intention des Wettbewerbs. Die bemerkenswerte Qualität der eingereichten Geschäftspläne zeige, daß sich der Einsatz gelohnt habe.

"StartUp soll sich nach dem Vorbild von 'Jugend forscht' als dauerhafter Wettbewerb mit hohen Teilnehmerzahlen und nationaler Bedeutung etablieren, sagte Werner Funk, Chefredakteur des Stern. Schon jetzt ist StartUp der größte Gründungswettbewerb in Deutschland. Mehr als 53.000mal ist das StartUp Teilnehmer-Handbuch angefordert worden. Funk: "Angesichts von sechs bis sieben Millionen arbeitslosen Menschen müssen wir den Mut zur Selbständigkeit fördern." Dies sei das Ziel von StartUp. Der Wettbewerb sei deshalb bewußt nicht als Ideenwettbewerb konzipiert, sondern als Konzeptwettbewerb ausgeschrieben worden. "Wir suchen Gründer, die für sich und andere Arbeitsplätze schaffen."

McKinsey-Deutschlandchef Herbert Henzler sagte, der StartUp-Wettbewerb könne zum besten Beschäftigungsprogramm seit Jahren werden. "Nach ersten vorsichtigen Schätzungen können die Gründungen des Wettbewerbs in den nächsten drei bis fünf Jahren mehr als zehntausend Arbeitsplätze schaffen", so Henzler. Der McKinsey-Chairman begründete die Entscheidung der Jury, zwei erste Plätze zu vergeben: "Sowohl AeroLas als auch Biopure haben wachstumsstarke Konzepte eingereicht und in der persönlichen Präsentation ihrer Geschäftsidee einen überzeugenden Eindruck hinterlassen. Deshalb haben wir uns entschlossen, beide Unternehmen mit einem ersten Platz auszuzeichnen."

Das Unterhachinger Unternehmen AeroLas entwickelt und produziert aerostatische Lager mit einer patentierten Lasertechnik, die den Einsatz von Luftlagern auch in der Luft- und Raumfahrttechnik ermöglichen soll. AeroLas wird von dem Ingenieur Michael Muth geführt. Hinter BIOPURE aus Rostock steht mit dem Chemiker Stephan Aldinger und den Medizinern Steffen Mitzner und Jan Stange ein Gründungsteam. Die Rostocker entwickelten die künstliche Leber "MARS". Sie soll analog zum Dialyseverfahren bei Nierenpatienten bei akutem Leberversagen zur Entgiftung des Körpers eingesetzt werden.

StartUp wendet sich an potentielle Unternehmer, die kurz vor der Gründung stehen. Aufgabe der Teilnehmer ist es, ihre Produkt- oder Dienstleistungs- idee in einem detaillierten Geschäftsplan überzeugend darzustellen. Bei der Erstellung des Plans können die StartUp-Teilnehmer auf ein eigens für den Wettbewerb konzipiertes Handbuch zurückgreifen, das den Aufbau eines Geschäftsplans anhand von acht Bausteinen von der Unternehmensleitung bis zum Finanzplan Schritt für Schritt erklärt. Den Teilnehmern standen dafür drei Monate zur Verfügung. Unterstützt wurden die Jungunternehmer unter anderem durch ganztägige StartUp-Seminare in 13 Universitäten und durch Mitarbeiter der Sparkassen. Mehr als 1.200 Gründungsexperten der Sparkassen standen den Teilnehmern bei der Erstellung des Geschäftsplans als Ansprechpartner zur Verfügung.

Unabhängig von der Plazierung erhielt jeder Teilnehmer, der seinen Geschäftsplan einreichte, von StartUp-Juroren ein persönliches Feedback auf seinen Gründungsplan. Damit hilft die Initiative, Schwachstellen des Konzepts auszuräumen und trägt dazu bei, die Marktchancen der Gründungen zu verbessern. Bei der Auswahl der Jury legten die Partner großen Wert auf Erfahrung. Die bundesweit mehr als 600 Jury-Mitglieder rekrutierten sich aus Kapitalgebern, Unternehmensberatungen und Unternehmen.

60 Prozent der eingereichten Geschäftspläne befassen sich mit Gründungs- vorhaben im Dienstleistungsbereich, 13 Prozent kommen aus Handwerk und Handel, 12 Prozent aus dem Beratungs- und Schulungsbereich. Fünf Prozent der Gründungsideen betreffen das verarbeitende Gewerbe. Die Schwer- punkte liegen in den Sektoren Kommunikationstechnik, Online-Services, Medizintechnik, Diagnostikverfahren, Biotechnologie und Pharmazie. 80 Prozent der Wettbewerbsteilnehmer sind zwischen 25 und 40 Jahre alt, ein Viertel ist weiblich.

StartUp'98 beginnt am 10. September 1998. Anmeldeunterlagen gibt es dann im Stern und in allen Sparkassen. Teilnehmen kann jeder, der 1998 ein Unternehmen mit Sitz in Deutschland gegründet hat oder kurz vor der Gründung steht. Jeder Teilnehmer bewirbt sich mit einem Geschäftsplan, der alle im Teilnehmer-Handbuch beschriebenen Bausteine enthält.
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